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In der Wiege des Motorsports

Neulich war ich beim Sport- und Geländefahrerkreis (SGFK) Daun zu Gast und durfte mich im Kartslalom probieren. Wie das ausging, schildere ich euch im folgenden Blogartikel.

Bisher hatte ich keinerlei Erfahrung im Kartslalom gemacht. Die Jungs vom SGFK hatten mich eingeladen, doch einmal vorbei zu kommen, um der Jugend beim Umkurven der Pylonen zuzusehen und mich ebenfalls einmal in dieser Disziplin zu probieren. Kartslalom wird nicht umsonst als "Wiege des Motorsports" bezeichnet, weil es eine Art Grundausbildung für junge Fahrer darstellt. Der Kampf gegen die Uhr und das präzise Fahren kann geübt werden, ohne Gefahr zu laufen mit anderen oder einer Streckenbegrenzung so kollidieren.

 

Als ich am Parkplatz ankam, waren bereits alle Pylonen aufgebaut und entsprechende Markierungen um die Pylonen herum auf den Asphalt gemalt. Erste Regel: Wer eine Pylone umwirft bzw. sie so berührt, dass sie die Markierung verlässt, bekommt 2 Strafsekunden aufgebrummt.

Anschließend gab es einen "Trackwalk": Der Parcour wurde abgelaufen und man musste sich die Reihenfolge merken, in der die Hütchen umkurvt werden sollten. Hier fielen dann Sätze wie "Die Brezel fahren wir so herum." Gemeint war weniger ein Laugengebäck als vielmehr eine entsprechende Kurvenkombination. Die Kunst bei dieser Kombination ist es, diese mit möglichst wenigen Lenkbewegungen zu durchfahren. Aber dazu später mehr.

 

Nachdem der Trackwalk beendet war, hatte ich schon wieder vergessen, wo es langgehen sollte. Also durfte ich zuerst zuschauen, wie die Jungs und Mädels vom SGFK den Parcour durchfuhren. Ich war schwer beeindruckt. Sie kamen teilweise zwar kaum an die Pedale, aber hatten schon ein ordentliches Tempo drauf. Hinzu kam, dass sie den Kurs so sauber durchfuhren, dass kaum eine Pylone dran glauben musste. Wenn doch mal eine umfiel, waren sofort die anderen Sportkameraden zur Stelle, die Hütchen wieder an ihre angestammte Position zu stellen.

Dann war ich an der Reihe. Stephan vom SGFK gab mir noch ein paar Tipps - wie z.B. das Gaspedal die ganze Zeit voll durchgedrückt zu lassen und nur mit der Bremse die Geschwindigkeit zu dosieren. Diese Tipps hatte ich allerdings nach der ersten Pylone schon wieder vergessen. Aber seht selbst:

Wie ihr gesehen habt, war es eine große Herausforderung, direkt beim ersten Mal alle Bewegungen punktgenau durchzuführen. Viel Übung und eine hohe Konzentration auf das Wesentliche machen hier den Unterschied aus. Besonders die Kurvenkombination "Brezel" war eine große Herausforderung, da sie nur mit möglichst wenigen Lenkbewegungen und null Korrekturen am schnellsten durchfahren werden kann. Aber auch alle anderen Kurvenkombinationen hatten es in sich. Alles in allem wurde mir sehr bewusst, dass im Kartslalom die Fähigkeiten geschärft werden, die einem Rennfahrer auf der Rundstrecke sehr nützlich sein können.

 

Ich kann nur jedem raten, der sein Fahrgefühl verbessern, präziser fahren und  eine hohe Konzentrationsfähigkeit für eine schnelle Runde aufbauen möchte, sich im Kartslalom zu probieren.

 

Vielen Dank an alle vom SGFK Daun, dass sie mich eingeladen haben, den Kartslalomsport einmal kennenzulernen! Insbesondere geht mein Dank an Stephan, Horst, Jens, Mika,  Luka, Mara, Lukas und Gianluca - auch für das unermüdliche Wiederaufrichten der Pylonen, die ich umgeworfen habe ;-)

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