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5 Tipps zum Rennfahren in der Hitze

Momentan rollt die Hitzewelle durch Mitteleuropa und am kommenden Wochenende werden einige Rennfahrer auf den Rennstrecken unterwegs sein. Was man beachten sollte und wie man sich darauf vorbereiten kann, erfahrt ihr im heutigen Blogbeitrag.

Welchen Einfluss hat Hitze auf einen Rennfahrer und seine Leistung?

Leider keine Option: Die Strecke nur an schattigen Stellen befahren
Leider keine Option: Die Strecke nur an schattigen Stellen befahren

Wie der ADAC berichtet, steigt die Unfallgefahr auf den Straßen bei Hitze extrem an:

 

"Während der Anteil konzentrationsrelevanter Unfälle an kühleren Tagen (Temperaturen von unter 15 Grad Celsius) bei 47 Prozent liegt, steigt er an sehr warmen Tagen auf 63 Prozent an."

(Quelle: www.adac.de)

 

Diesem Phänomen können sich auch Rennfahrer nicht entziehen. Denn was passiert mit dem menschlichen Körper, wenn er Hitze ausgesetzt ist? Die Körperkerntemperatur steigt und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Bei einer Körperkerntemperatur über 40 Grad ist sogar von massiven Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit auszugehen. Damit die Temperatur diese Regionen nicht erreicht, benötigt der Körper Energie, um den Körper runterzukühlen. Diese Energie fehlt ihm dann wiederum für die körperlichen Spitzenleistungen.

Das Runterkühlen erfolgt durch Schweißbildung - der Rennfahrer verliert Flüssigkeit. Wenn Rennfahrer in der Gluthitze mit Overall, Helm und Handschuhen unterwegs sind, erschwert das die Kühlung und der Körper bildet noch mehr Schweiß. Der erhöhte Flüssigkeitsverlust beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit zusätzlich. Kurz: Sowohl durch die höhere Körperkerntemperatur als auch durch den hohen Flüssigkeitsverlust sinkt die Leistungsfähigkeit des Rennfahrers.

Trotz Hitze schnell und konstant unterwegs? Einfacher wird es mit guter Vorbereitung.
Trotz Hitze schnell und konstant unterwegs? Einfacher wird es mit guter Vorbereitung.

Was tun? Wie du dich am besten auf ein Hitzerennen vorbereitest

  1. Nimm vor dem Rennen ausreichend Flüssigkeit zu dir. Achte darauf, dass du weit vor dem Rennen beginnst, deinen Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und regelmäßig immer wieder kleine Schlucke trinkst. Am besten ist Mineralwasser mit wenig Kohlensäure und hohem Mineralienanteil oder Apfelschorle mit der Mischung zwei Drittel Wasser und ein Drittel Apfelsaft. Dabei solltest du es vermeiden, kurz bevor es losgeht, noch einen oder sogar mehrere Liter Wasser in dich hinein zu kippen. Denn die Flüssigkeit im Magen kann während des Rennens vermutlich gar nicht vollständig von deinem Körper aufgenommen werden. Außerdem kannst du dadurch Magenprobleme bekommen. Besser ist es, viele kleine Schlucke über die Stunden vor dem Rennen verteilt zu trinken.
  2. Trainere deine Ausdauer. Es ist Fakt, dass Sportler besser schwitzen als Nicht-Sportler, d.h. ihre Kühlung ist effizienter. Bei weniger Flüssigkeitsverlust kühlen sie stärker herunter. Wer im Cockpit auch zum Schluss eines Hitzerennens eine gute Leistung zeigen möchte, sollte regelmäßig seine Kondition trainieren. Sei es durch Radfahren, Schwimmen oder Laufen. Siehe dazu auch unseren Blogartikel zum Thema "Saisonvorbereitung".
  3. Unterstütze deinen Körper bei der Kühlung. Ein nasses Handtuch im Nacken oder ein Kühlpad im Rennanzug können in der Startaufstellung vor dem Start dem Fahrer später im Rennen helfen, da seine Temperatur erst mit dem Start des Rennens steigt und nicht schon vorher (wenn er beispielsweise bereits in voller Montur in der Sonne brutzelt). Auch auf ausreichende Helmbelüftung sollte geachtet werden, damit der Rennfahrer jederzeit kühlen Kopf behält.
  4. Auch nach dem Rennen: viel trinken. Während eines Hitzerennens verliert ein Rennfahrer je nach Fitnesslevel, Außentemperatur und Länge des Stints 0,5 bis 3 Liter Flüssigkeit. Diesen Flüssigkeitsverlust musst du ausgleichen, indem du auch nach dem Rennen viel trinkst. Achte auch hier darauf, die Flüssigkeitsaufnahme in kleinere Einheiten aufzuteilen und nicht mehrere Humpen auf einmal in dich hinein zu schütten.

Von allen Tipps ist aber dieser der wichtigste: Sobald Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Übelkeit oder Muskelkrämpfe auftreten, solltest du umgehend die Box ansteuern und das Training bzw. Rennen abbrechen, dich an einen kühleren Ort begeben und viel trinken!

 

Wir hoffen, dass dir dieser Artikel bei deinem nächsten Hitzerennen zu Gute kommt. Wir wünschen dir jedenfalls viel Erfolg dabei! Falls du Fragen hast oder generell Feedback loswerden möchtest, schreibe uns gerne hier unten einen Kommentar.

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