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Von Platz 12 aufs Podium?

In unserem heutigen Rätsel geht es darum, vom zwölften Platz noch aufs Podium zu kommen. Wie würdest du dich verhalten?

Ausgangslage:

Du fährst mit zwei anderen Teammitgliedern in einem 3-Stunden-Rennen mit. Die drei erstplatzierten Teams bekommen Pokale und haben einen Startplatz beim nächsten 3-Stunden-Rennen sicher. Ihr habt im Qualifying den sechsten Startplatz (von 18) erfahren. Es wird beschlossen, dass du nach einer Stunde den zweiten Stint fahren sollst.

 

 

Frage:

Nach einer guten Anfangsphase wird dein Teamkollege unverschuldet in einen Unfall verwickelt und fällt auf den zwölften Platz zurück. Insgesamt verliert ihr 17 Sekunden auf die Spitze. Im Feld befinden sich auch 5 schwache Teams, so dass fast jede Runde eine Überrundung ansteht. Wie ist dein Plan für den zweiten Stint?

 

A) Ich fahre einfach so schnell es geht. Wie aggressiv ich überhole, entscheide ich je nach unserer Platzierung im Rennen.

B) Ich werde aggressiv fahren und jede Gelegenheit nutzen, ein Überholmanöver zu setzen, um nach vorne und gut durchs Feld zu kommen.

C) Ich halte mich erst einmal zurück und schaue, wie gut das Kart ist, das ich habe. Danach entscheide ich, welche Strategie ich im Rennen angehe.

D) Ich werde aggressiv gegen die Gegner fahren, die zu Überrundenden aber nicht zu aggressiv angehen, um keine Strafe zu riskieren und langsam und stetig nach vorne zu kommen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Lars (Freitag, 12 April 2019 16:51)

    Eindeutig Strategie C. Wenn das Kart nich taucht, bringt die beste Strategie nix...

  • #2

    Dominik (Freitag, 19 April 2019 23:42)

    Für euch als Team entwickelt sich das Rennen bisher nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt. Ihr wollt unter die ersten drei Teams kommen, seid aber nur vom sechsten Platz gestartet und nun sogar auf den zwölften Platz zurück gefallen. Das Gute ist, dass noch reichlich Zeit übrig ist, in der ihr als Team das Ergebnis verbessern könnt. Allerdings ist der Abstand nach vorne auch schon recht groß.

    Erschwerend kommt hinzu, dass ihr aufgrund der großen Anzahl an schwächeren Teams fast jede Runde jemanden überrunden müsst. In einen Rhythmus zu kommen, ist in so einem Fall natürlich schwierig, weil ihr die Überholmanöver klug setzen müsst und kaum eine freie Runde haben werdet.

    Um noch aufs Podium zu kommen, kann es eigentlich nur eine Strategie geben: Du musst nach dem Fahrerwechsel sehr aggressiv fahren. Dein Ziel muss es sein, bei den Überrundungen und bei den Überholmanövern gegen direkte Gegner so wenig Zeit wie möglich zu verlieren. Wenn deine Gegner vor dir bei den Überrundungen etwas zaghafter vorgehen, ist das deine Chance, den großen Rückstand auf die Führenden wieder wett zu machen. Antwort B) ist hier daher die zu bevorzugende Antwort.

    So eine aggressive Fahrweise bedeutet natürlich auch einiges an Risiko. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen dir und den Nachzügler-Teams, die ständig zu überrunden sind, ist enorm. Wenn es dann bei einem Überrundungsmanöver zu einem Missverständnis und in der Folge zu einem Unfall kommt, wird es lauter scheppern, als wenn der Geschwindigkeitsunterschied nicht so groß wäre. Dadurch läufst du Gefahr in den Fokus der Rennleitung zu rücken und eine Strafe zu riskieren. Wenn du dies vermeiden möchtest, kannst du dir auch vornehmen bei Überrundungen vorsichtiger vorzugehen. Du wirst dadurch allerdings weniger Zeit auf die Führenden gut machen – wenn überhaupt – und das Podium rückt in weitere Ferne. Aus diesem Grund ist Antwort D) nur die zweitbeste Variante.

    Es spielt auch zunächst keine Rolle auf welchem Platz ihr im Rennen liegt und es macht daher auch keinen Sinn, die Strategie danach auszurichten. Ihr müsst vom zwölften Platz nach vorne kommen. Weil aber die grundsätzliche Einstellung stimmt, so schnell fahren zu wollen, wie es geht, ist Antwort A) zumindest bedenkenswert - wenn auch nicht optimal.

    Deine Strategie von der Leistungsfähigkeit des Karts abhängig zu machen (Antwort C), ist in dieser Situation hingegen nicht die beste. Du musst einfach Vollgas geben und versuchen nach vorne zu kommen – egal welches Material du zur Verfügung hast. Durch die vielen zu überrundenden Teams ist es für deine Rundenzeit entscheidender wie gut du durch den Verkehr kommst und nicht welches Kart du hast.